Der vor einem Jahr gewählte Vorstand unter der Leitung von Jacqueline Pfäffli führte seine erste Mitgliederversammlung des Natur- und Vogelschutzvereins Menziken-Burg durch. Noch vor vier Jahren deuteten alle Zeichen in Richtung einer Vereinsauflösung. Doch durch die Unterstützung durch den Kantonalverband BirdLife Aargau und dank der „übriggebliebenen“ Vorstandmitglieder Jacqueline Pfäffli und Martin Schmid konnte der schwierige Generationenwechsel erfolgreich gemeistert werden und der Verein steht gut da. Das beweisen allein schon die 28 Personen, welche die Mitgliederversammlung besuchten.

Werner Hauenstein, Naturgärtner der ersten Stunde, vermochte mit seinen anschaulichen Beispielen gelungener und gescheiterter Gartengestaltung aufzuzeigen, dass ein „Naturgarten“ nicht einfach ein Stück Land ist, welches sich selbst überlassen werden kann. Vielmehr braucht es auch und gerade für diese Art von Gärten eine sorgfältige Planung und eine den Bedürfnissen der Natur angepasste Pflege. So sollte auf eine möglichst lange Periode mit blühenden Pflanzen geachtet werden. Von Mitte Juni bis August fehlen den Insekten nämlich die Nektar- und Pollenquellen. Und eine Wildbiene braucht als Nahrungsvorrat für die Jungen in einem einzigen Brutloch Pollen und Nektar von 150 bis 200 Blüten! Ein Garten soll aber, so Hauenstein, nicht nur Arbeit und Mühsal bedeuten, sondern auch ein Ort der Musse, des Genusses und des Naturerlebnisses sein. Seine Worte stiessen bei den Mitgliedern des NVMB auf grosses Interesse.

Anschliessend an die Verpflegung begrüsste Jacqueline Pfäffli die Anwesenden zu statutarischen Teil des Abends. Sie zeigte sich erfreut darüber, dass die Vereinsanlässe auf Interesse stossen. Bei Exkursionen sind jeweils 20 und mehr Personen dabei, und auch die Arbeitseinsätze zur Neophytenbekämpfung zeigen schöne Erfolge. So konnten die Goldruten am Radweg Richtung Beromünster soweit zurückgedrängt werden, dass nun dort wieder Wohlriechende Handwurz, eine Orchidee, und Tausendgüldenkraut blühen.

Im Vorstand kommt es zu einem Wechsel. Hans-Ruedi Kunz, welcher den Verein während dreier Jahre im Auftrag von BirdLife Aargau führt und nun noch ein Jahr als Beisitzer im Vorstand blieb, trat zurück. Seinen Platz nimmt Francesco Guarisco ein, der gleichzeitig in der Naturschutzkommission Einsitz hat. So ist die Verbindung zwischen den beiden Organisationen gewährlistet.

Zum Schluss der Versammlung konnte Fitsche Pfäffli den neu geschaffenen Internetauftritt des Vereines demonstrieren. Ein weiteres Zeichen dafür, dass der Verein endgültig in der Gegenwart angekommen und für die Zukunft gerüstet ist!